Meine Feldstaffelei

Für schnelle Skizzen unterwegs reicht es sicher aus, sich an eine Wand zu lehnen, oder das Skizzenbuch auf den Knien zu balancieren. Mir tut dann aber nach einiger Zeit alles weh und beim Jonglieren mit Farbkasten, Aquarellbuch, Wasser und Pinseln landet früher oder später Wasser auf meiner Hose. Spätestens wenn Farben aus der Tube dazukommt, oder ein Bild länger als 30 Minuten dauert, sitze ich daher lieber vor einer Staffelei.

Inspiriert wurde ich zu meiner Staffelei von James Gurney. Basierend auf seinen Videos und ein wenig Recherche habe ich selbst eine für mich passende Staffelei gebaut. Den oberen Teil aus Holz kann man auf jedem Fotostativ befestigen, er ist zusammenklappbar und somit verhältnismäßig gut zu transportieren.

Die Scharniere haben eine verstellbare Reibung, einmal aufgeklappt sind die einzelnen Teile stabil genug, um dem Gewicht von Wasserbehältern, Aquarellbuch etc. standzuhalten.

In den Hauptteil sind starke Magnete eingelassen, die meinen Aquarellkasten oder meine Mischpalette sicher halten. Auch wenn mal Wind aufkommt, oder ich gegen die Staffelei stoße, gibt es keine größere Sauerei.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick ist so eine Staffelei schnell selbst gebaut. Mein einziges Werkzeug war ein Proxxon Micromot zum Bohren und Fräsen und ein Schraubendreher (und Sandpapier). Bei James Gurney gibt es weitere Hinweise zum benötigten Material, er bietet sogar eine Bauanleitung an, die ich allerdings nicht genutzt habe. Einige Bauteile muss man ein wenig suchen, er verweist natürlich auf Bezugsquellen in den USA, aber mit ein wenig Suchen habe ich alles bekommen. Ich verzichte hier absichtlich auf einen genauen Bauplan, wer aber konkrete Fragen hat, darf mich gerne ansprechen.

Für mich hat sich der Bau auf jeden Fall gelohnt, da ich die Staffelei doch ziemlich häufig nutze.