Wer ich bin und was ich so treibe

 

Das Wichtigste in aller Kürze

Wie schon erwähnt, heiße ich Martin Leurs und wie unschwer zu erkennen ist, dreht sich diese Webseite hier hauptsächlich um mich. Da dies die About-Seite ist, zuerst einige Details zu meiner Person:

Ich bin Jahrgang 1989, aktuell 28 Jahre alt und Lehrer für Mathematik und Informatik an einer Gesamtschule. Die Entscheidung Lehrer zu werden ist während der Schulzeit langsam aber sicher herangereift. Zwischen 2009 und 2015 habe ich als Fußballtrainer Jugendmannschaften trainiert und eine Trainer C-Lizenz erworben. Auch diese Erfahrung hat mich nicht davon abbringen können, nach meinem anschließenden Zivildienst ein Lehramtsstudium aufzunehmen.

Um all das geht es hier aber gar nicht. Auf dieser Webseite geht es weder um Mathematik, noch um Informatik. Es geht auch nicht um den Lehrberuf im Allgemeinen oder um Fußball. Hier geht es hauptsächlich um Kunst, genauer, um das, was ich selbst in meiner Freizeit male und zeichne. Da ich in meiner Jugend weder ein großer Künstler war noch Menschen mit künstlerischen Ambitionen in meiner Familie zu finden sind, wundert es mich selbst immer wieder, wie sich die Dinge entwickelt haben. Da mir häufig Talent vorgeworfen wird, möchte ich diese Seite auch nutzen, um zu zeigen, dass ganz unabhängig von eventuell vorhandenen Talenten, einfach viel Zeit und Übung nötig ist, um etwas zu erreichen. Dazu werde ich im nächsten Abschnitt meinen ganz persönlichen Weg zur Kunst einmal niederschreiben.

Mein Weg zur Kunst

 

Mein künstlerischer Werdegang

Beginnen wir am Anfang. Als Kind habe ich viel gemalt, auf dem Dachboden meiner Eltern lagerten lange kistenweise Kindergartenwerke. Besonders mochte ich scheinbar Wikingerschiffe. Das hat irgendwann wohl aufgehört, denn während meiner Schulzeit am Gymnasium habe ich nur genau das gemalt bzw. gezeichnet, was im Kunstunterricht von mir verlangt wurde. Selten hat mir gefallen, was da auf meinem Papier gelandet ist, denn natürlich wurde die billigste Wasserfarbe mit den billigsten Pinseln auf das allerbilligste Papier gebracht. Das Papier hat Wellen geschlagen, die Farbe war nicht schön, die wenigen Haare der schlechten Pinsel waren ausgefranst. Ich war damit nie zufrieden und habe mangelnden Erfolg auf mangelndes Talent geschoben. An dieser Stelle hätte mein künstlerischer Werdegang dann enden können und vielleicht hätte er das auch, wenn ich nicht irgendwie auf die Software Blender gestoßen wäre.

Blender

Blender ist eine 3D-Grafiksuite, mit der sich Objekte modellieren, texturieren und animieren lassen. Ich habe auf YouTube den Film Big Buck Bunny gesehen, welcher komplett mit Blender erstellt wurde und war begeistert. Blender ist Open Source, es war also für mich kostenlos zu haben, es war am Computer, man brauchte keinen Stift in die Hand nehmen, man hatte unendlich viele Undo-Schritte zur Verfügung, es gab endlose Onlinetutorials, das Ganze war eine sehr sichere Art, ohne viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten langsam und sicher zum Ziel zu kommen.

Auf Blender bin ich im Jahr 2008 gestoßen, habe mich intensiv damit beschäftigt, habe mich stark in die deutschsprachige Community eingebracht und wurde mit der Zeit sehr sicher im Ungang mit dem Programm. Nebenbei habe ich mich mit all den Grundlagen wie Komposition, Farbenlehre etc. beschäftigt und immer öfter hatte ich das Gefühl, dass Blender zwar ein gutes Werkzeug, aber nicht mein Werkzeug ist. Für eine schnelle Idee musste immer eine Szene gebaut werden, man musste sich um Licht kümmern und um Texturen, das war mir nicht unmittelbar genug. Diese Erkenntnis kam ungefähr 2013 und der nächste logische Schritt schien mir das digitale Malen und Zeichnen.

Blender Bildergalerie

Diese Bilder habe ich unter anderem zwischen 2008 und 2013 mit Blender erstellt.

Der weite Weg zum Malen und Zeichnen

Ziemlich schnell habe ich festgestellt, dass es mit der Kunst genauso ist, wie mit allen anderen Dingen, in denen man gut sein möchte. Man muss Wissen aufbauen und üben. Viel üben! Sehr viel üben! Während es mir nie gelungen ist, genug Motivation dafür aufzubringen Vokabeln oder ein Musikinstrument zu lernen, hatte ich Freude daran, zeichnen zu lernen. Ich wollte sehr gern Menschen zeichnen können, also habe ich mir einen Onlinekurs gesucht, der das behandelt. Ich bin auf die Serie „Figure Drawing Fundamentals“ von Proko gestoßen, habe mir alle Videos angeschaut, die Übungen dazu mehr oder weniger fleißig absolviert und habe dadurch einen Fuß in die Tür bekommen. Es gab kleine Ziele und kleine Erfolge. Ich schaue mir auch heute noch regelmäßig diese Videos an, wenn ich mich mal wieder an Menschen heranwage. Das Ziel, Menschen ohne Vorlage zeichnen zu können, liegt immer noch in weiter Ferne. Ich schweife immer wieder davon ab, komme aber auch regelmäßig wieder darauf zurück.

Um meinen Fortschritt zu beschleunigen und mich selbst zu motivieren, habe ich im September 2015 mein erstes Skizzenbuch begonnen. Ich nutze die Dinger nicht nur für Skizzen, sondern für alle möglichen Zeichnungen, auch aufwändigere Bilder. Im Juli 2016 war es voll, 120 mehr oder weniger ansehnliche Zeichnungen und Skizzen. Seitdem habe ich drei weitere Skizzenbücher gefüllt, aktuell arbeite ich am fünften. Nebenbei habe ich im Inktober 2016, im Inktober 2017, im Septemeer 2017 sowie im Septemeer 2018 ungefähr 100 Aquarelle und Tuschezeichnungen gemalt. Rückblickend sind seit Juli 2016 knapp über 800 Tage vergangen und ich habe in dieser Zeit an die 650 Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle angefertigt. Dazu kommen seitenweise Übungen zu Perspektive, geraden Strichen, kurvigen Strichen, Ellipsen, Kreisen, Würfeln, Kugeln, Texturen etc. sowie ziemlich viele Gesture Drawings. Ich komme somit im Schnitt auf ungefähr eine Seite pro Tag in den letzten Jahren.

Habe ich ein besonderes Talent? Ich glaube nicht. Ich habe etwas gefunden, das ich gern mache und ich mache es oft und viel. Ich investiere Zeit, lese Bücher, schaue Videos, schaue mir die Werke anderer Künstler an, versuche zu verstehen, was mir an ihrem Stil oder an ihren Bildern gefällt, versuche es zu kopieren, übe somit stetig und verbessere mich auch stetig.

Die Anfänge

Diese Bilder sind zum größten Teil Übungen aus dem Proko Kurs – Figure Drawing Fundamentals. Sie sind aus meinem ersten Skizzenbuch und aus einem eigenen Ringblock, den ich nur für den Proko Kurs angelegt habe. Alle Bilder sind irgendwann im Bereich 2014/2015 entstanden und dementsprechend trifft die Überschrift nicht so ganz, die tatsächlichen Anfänge exisiteren leider nichts mehr.

Jack of all trades,

master of none.

Sonstige Interessen

Meine künstlerische Entwicklung wird immer dann rapide ausgebremst, wenn ich mich mit anderen Dingen beschäftige. „Leider“ gibt es viele Dinge, durch die ich mich zumindest kurzzeitig immer sehr gern ablenken lasse. Ich lese gern, früher habe ich recht viel am PC gespielt, in letzter Zeit nehme ich mir dazu nicht mehr die Zeit, allerdings stolpere ich ab und an über alte Spiele und bekomme dann doch wieder Lust, ein paar Abende darin abzutauchen.

Ab und an fotografiere ich und bearbeite die Fotos dann gern mit viel Liebe zum Detail. Auch dabei vergeht schnell die eine oder andere Stunde. Ansonsten interessiere ich mich für fast alles, bei dem etwas entsteht. Letztes Jahr habe ich mich damit beschäftigt, Leder zu bearbeiten und habe mir in diesem Bereich grundlegende Fähigkeiten angeeignet und einige kleinere Projekte umgesetzt. In diesem Jahr habe ich mich kurz mit der Schnitzerei befasst, nächstes Jahr finde ich bestimmt etwas Neues, das mich für kurze Zeit fesselt, bevor ich dann wieder zu Stift und Papier zurückkehre.